Annette vor Ort bei Freunden
 
Annette Wick mit 100% zur Kandidatin für die Bürgermeisterwahl 2019 gewählt

ich bin auf gutem Weg ins Rathaus
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Für manch einen mag es eine Überraschung sein, für viele SPD`ler in Diez ist es jedoch schon länger keine mehr. Als Kandidatin für das Amt der Stadtbürgermeisterin nominierte am 17. Dezember 2018 auf ihrer Mitgliederversammlung die SPD Diez die 57jährige Sparkassenangestellte Annette Wick.

 

Die Wahldiezerin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern lebt seit 17 Jahren mit ihrem Lebensgefährten in der Grafenstadt. Erste kommunalpolitische Sporen verdiente sich A. Wick, als sie 1994 überraschend die Wahl zur Ortsbürgermeisterin in Netzbach (Verbandsgemeinde Hahnstätten) gewann und sich direkt, mit der kurz danach beginnenden Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mit einigen Nebenstraßen konfrontiert sah. Diese umfangreichen und teilweise auch komplizierten Baumaßnahmen beschäftigten A. Wick fast die ganze erste Amtsperiode.  1999 wurde sie erneut zur Bürgermeisterin gewählt. Nach insgesamt 8 Jahren legte sie aus privaten Gründen ihr Amt nieder und zog nach Diez.

 

Die Frage nach der Vergleichbarkeit Netzbach und Diez und der Tatsache, dass sie in Diez bisher noch keine kommunalpolitische Funktion besetzt hat, beantwortet Annette Wick so:

 Netzbach ist natürlich nicht Diez, der Arbeitsaufwand ist ungleich größer und die Herausforderung ist insgesamt groß. Die Verwaltungsstrukturen sind aber gleich und aus meiner Erfahrung ist eine reibungslose Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde besonders wichtig.  Aus diesem Grund werde ich mich auch von meinem Arbeitgeber ganz freistellen lassen, damit ich meine  Kraft und Aufmerksamkeit  voll und ganz der Stadt und ihrer Entwicklung widmen kann.
Dass ich bisher noch kein Mandat inne hatte, versetzt mich aber auch in die Lage, die Stadt Diez mit einem unverstellten Blick von fast „außen“ zu betrachten.

Das bietet meines Erachtens auch große Chancen. Ich bin noch mit keinem Thema „belegt“ und kann mir mein eigenes Bild machen. Der Glaube, man kenne und wisse ja schon alles, ist nicht immer nützlich.

So wird es im März/April 2019 mehrere „Stadtspaziergänge“ geben. Dies dient mir der umfassenden Informationsaufnahme und gibt den Diezer Bürgern Gelegenheit mich besser kennenzulernen.

Seit meinem Umzug nach Diez, Anfang 2002, hat sich in der Stadt und im Stadtbild schon viel getan, aber ich sehe hier noch weitaus mehr Potential.

In früheren Jahren war Diez eine bedeutende Stadt für die Region (Kreisstadt, geschäftlicher Mittelpunkt für die ganze Aar, Bundeswehrstandort etc). Danach gab es weniger attraktive Jahre, aber dieser Zustand wurde durch die Innenstadtsanierung und die neue Verkehrsführung beendet. Hier gilt es jetzt anzuknüpfen, um die Grafenstadt wieder zur alten Größe und Strahlkraft zu bringen. Was ich dazu beitragen kann, will ich gerne tun.

Was heißt das konkret?

Eine gute, intensive Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde ist für mich der Dreh- und Angelpunkt für das Gelingen von geplanten Maßnahmen.

Durch die Schaffung eines Veranstaltungszentrums kann das rege Diezer Vereinsleben nicht nur  besser unterstützt werden, die Diezer Bürger erhalten damit auch die Möglichkeiten, zu vertretbaren Preisen Räumlichkeiten anzumieten. Generell wird damit auch der gesellschaftliche Zusammenhalt verbessert. Jede realisierbare Chance dafür werde ich ergreifen.  Wie kürzlich der Presse zu entnehmen war, will auch die Verbandsgemeinde in diese Richtung tätig werden.

 

Diez braucht einen Stadtentwicklungsplan, um die Zukunftsthemen wie, bezahlbaren Wohnraum, Siedlungsentwicklung, lebendige Innenstadt und die drängenden Themen wie Mobilität und Verkehr vernünftig beantworten zu können. Hier wird die große Herausforderung sein, die unterschiedlichen Interessenslagen von Gewerbetreibenden, An- und Bewohnern, Besuchern und Durchreisende (z.B.Güterverkehr) angemessen zu berücksichtigen. Keine leichte Aufgabe und immer geprägt von Kompromissen. Nicht jeder wird alle seine Interessen umsetzen können. Aber auch das ist das Wesen von gesellschaftlichem Miteinander. Und, nicht Alles wird sofort gelingen! Das Ringen um die Lösung bringt die Stadt und uns aber immer weiter. Davon bin ich fest überzeugt.

Dabei gibt es auch Unterpunkte, die einer schnellen oder pragmatischen Lösung bedürfen. In der Innenstadt kann man auf den vorhandenen Parkraum (z.B. Werkes) besser aufmerksam machen, z.B. durch eine Beschilderung schon am Stadteingang oder auch durch Hinweise in der Innenstadt. Die Verkehrs- und Parksituation im Schläfer muss ebenfalls kurzfristig angegangen werden, z.B. durch eingeschränkte Parkmöglichkeiten, Prüfung von Privilegien und die konsequentere  Nutzung von vorhandenen  Parkflächen.

 

Mehr demokratische Teilhabe durch bürgerfreundliche Sitzungszeiten des Stadtrats und seiner Ausschüsse. Das heißt für mich Verlegung mehr in die Abendstunden, z.B. 19.30 Uhr.

Damit können kommunalpolitisch aktive und interessierte Bürger besser an den Sitzungen teilnehmen und dort getroffene Entscheidungen auch  eher nachvollziehen.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Generell ist mir der regelmäßige Dialog mit den Bürgern  wichtig. Daher wird es auch nach der Wahl weiterhin den offenen Stammtisch und in regelmäßigen Abständen öffentliche Stadtspaziergänge geben.

 Als weiteren Punkt möchte ich meine Haltung zum Thema Ökologie ansprechen. Dies hat natürlich ganz stark etwas mit der Person Annette Wick zu tun. Ich habe ein Niedrigenergiehaus und versuche mich auch sonst in meinem privaten Umfeld nachhaltig, unter Vermeidung von ökologischen Sünden, zu bewegen. Und ich stelle fest, das ist richtig schwer und manchmal kaum umsetzbar. Anders ist es beim Thema Errichtung eines konventionellen Schweinemastbetriebes, mit dem sich der Diezer Stadtrat gerade beschäftigt. Meine persönliche Meinung:  Die Errichtung einer solchen Anlage kann ich mir nicht vorstellen. Ich halte generell Massentierhaltung für problematisch. Die Ausbringung der Gülle liegt außerdem direkt an der Grenze zu einem Wasserschutzgebiet. 
Hier machen sich nicht nur die Bürger, sondern auch die Mitarbeiter des Fachinger Brunnens Sorgen, wie die langfristige Auswirkung sein wird. Ich kann mir umweltverträgliche und artgerechte Formen der Tierhaltung vorstellen, aber keine Massentierhaltung.